LOUIS VUITTON IN MÜNCHEN: KAUFLUST-SCHLOSS FÜR 30 MILLIONEN EURO

MÜNCHEN -- Gemessenen Schrittes und fast so festlich gedresst wie zu Opernfestspielen, lange Roben wie auch quietschende Cocktailkleider, betreten rund 400 Gäste die neue Dependance, an der Spitze Filmstar Uma Thurman, Prinz Luitpold von Bayern, Großaktionärin Gabriele Quandt, Prinz Leopold von Bayern mit Fürstin Inge Wrede und Romy-Schneider-Tochter Sarah Biasini. Am newyorkstylischen Eingangsportal grüßen Patrick Vuitton (5. Generation) mit Sohn Benoit, CEO Michael Burke und Geschäftsführerin Beate Klingenberg. Ein Herr im Smoking mit weißem Mozart-Zopf läuft vor mir und taucht schnell ins vornehme Gewühl. Karl Lagerfeld? Nein, nur von hinten sieht es kurz so aus. In Wirklichkeit ist ein graubärtiger Geschäftsmann aus Frankfurt.
Die geheimen Besitzer des Vorzeige-Palais, die sich die Residenzpost für circa 320 Millionen Euro zugelegt haben, sind nicht gekommen. Seit dem Kauf vor einigen Monaten hat man sie nur einmal gesehen. Es ist eine russische Familie, die weltweit Sahnestücke vom Kaliber „Residenzpost“ kauft. Auch „Louis Vuitton“-Godfather Arnault spielte längere Zeit mit dem Gedanken, den Säulen-Palast zu erwerben, entschied sich aber überraschend für Miete. für Miete.
Drei Etagen Glas und Glanz, am Eingang ist die Deckenhöhe über zehn Meter hoch. Im obersten Stockwerk befindet ein fast fußballgroßer „Opernsaal“ mit Tonnengewölbe, das aber nicht zu „Louis Vuitton“ gehört, aber an dem Abend seine Zwecke als chickes Dancing erfüllt. Der lange Raum ist als einziger noch nicht vermietet.
Der Boden bebt im Laufe der Nacht beängstigend, als die Gäste immer ausgelassener tanzen und der Dj aufdreht, dass man die Musik bis zum Rathaus hört. Modelagenten-Diva Louisa von Minkwitz zeigt ihr hamstergroßes Abend-Handtäschen aus Nerz, das mit „L.V“-Initialien übersät ist. Ich glaube, dass es keine Dame an diesem Abend gibt, die nicht ein „Louis Vuitton“-Produkt zu Hause hat, sich aber jetzt jetzt mit neuesten Kreationen eindecken oder selbst Taschen kreieren kann(das gibt e snur in München), mit Preisen, die grenzenlos sind. Krokoschuhe für Männer sind für 8100 Euro zu erschwingen und die Uhr „Turbion“ unter dem geschützten Glas-Sturz kostet die Kleinigkeit von 250 000 Euro. Manche Lady erscheint stolz von Kopf bis Fuß mit „LV“ ausgerüstet. SchwarzgedressteDahlmann-Diener, farblich konform mit dem französischen Mädchen-Pensionat-Dress des Vuitton-Personals, servieren minimalistischen Hummer oder Lachs auf knusperigen Brotscheiben, die so groß sind, das eine Pinzette nützlich gewesen wäre. Natürlich stiehlt das Champions League-Spiel dem Opeing etwas die Schau. Den Gästen wird aber gesagt, dass um Mitternacht auch Star-Kicker Franck Ribery vorbeischaut. Der Held kommt nicht. Ich entdecke ihn später im „Hugo’s“, wo auf der elegant erweiterten Terrasse mit zwanzig Flachbildschirmen und Großleinwänden während des Spiels bis vier früh fast eine Stimmung herrscht wie beim Grand Prix in Monaco. Natürlich weißblauer Zuschnitt mit den Schönen der Nacht, ein paar Smaragde und auch ein paar blonde Nieten mit Vertetern der PS-Szene vom Frankfurter Ring. Franck zeigt sich nicht neugierig, diskutiert lieber mit den Spezis und blickt höchstens mal kurz auf, wenn ein besonders attraktives Girl durch das Gedränge stöckelt.
Ferner beim Louis-Vuitton-Opening: Schloßherrin Stefanie Pfuehl, Immobilien-Freiherr Detlev von Wangenheim mit Tochter, Auktions-As prHeinrich von Spreti, Groß-Hotelier Ekkehard Streletzki („Estrel“ in Berlin), Energie-Unternehmer Christian Auer und Osteopat Rainer Kästle mit Frau Iris(„City Physio“)und die Finanz-Füchse Knut Stahl und Klaus Kother sowie Stefan Kuffler mit Frau.