EVERGREEN MICK JAGGER

BERLIN  -  Die Geliebte ist tot, es leben die Geliebten. Mick Jagger kuschelte mit einer attraktiven Brünetten auf dem Balkon seiner Suite des Nobel-Hotels „Dolder“ in Zürich und ließ sich ungeniert fotografieren. In Tel Aviv , einem anderen aktuellen Konzert-Ort, beglückte er das Model Noa Tishby, ebenso eine Brünette. Beide Girls schenkten ihm benötigten Liebreiz in den Städten seiner Tournee. Das nennt man wohl bei ihm Trauerbewältigung „Manche Männer ertränken ihre Sorgen mit Alk. Mick trinkt nicht viel und so tröstet er sich mit anderen Frauen, um über den Kummer hinwegzukommen“, verteidigte ein guter Freund den zeitlosen Star-Rocker, dessen langjährige Freundin L’Wren Scott am 17. März durch Suizid aus dem Leben ging.
Gestern abend brachte Mick Jagger mit seinen unverwüstlichen Mannen ganz Berlin aus dem Häuschen. Die Rolling Stones, die jüngsten Power-Opas der Musik-Szene, lösten vor 21000 Fans in der Waldbühne ein halbes Erdbeben aus. Für dieses Musik-Ereignis mussten die Berliner und rund sechzig eigens eingeflogene Fans aus München tief in die Tasche für das Ticket greifen. Zwischen 350 Euro und 500 Euro bewegten sich die Kartenpreise. Teuere Preise - das dachte sich gerade auch Superstar Prince für seinen exklusiven Auftritt im „Tempodrom“ vor 3000 Zuschauern. Es ging allerdings in die Hose. Das Konzert musste abgesagt werden, weil sich die Tickets nicht verkauften.
Einen Tag vor dem Berliner Konzert reisten die Stones an. Sie sind so häßlich, dass sie schon wieder schön sind. Kaum zu glauben, was Charlie Watts (73) für eine bildhübsche Enkeln hat. Charlotte, ein pfiffiges Girl mit flippiger Blond-Frisur, trug trotz Hitze einen dunklen Kashmir-Puli über ihrer Bluse mit Männerkragen, ging mit Opa auf die Museumsinsel, um Kultur zu tanken. Charlie Watts, zu weißem T-Shirt eine karierte Jacke, eigentlich auch zu warm, ignorierte die Schlange der Anstehenden und betrat mit ihrer Enkelin direkt das Pergamon-Museum. Wie eine Erscheinung aus einem anderen Planet behandelten das Personal die beiden, die anschließend nochs ins „Neue Museum“ gingen, um die Nofretete zu besichtigen. „Ein cooles Museum“, sagte Watts und stieg in die tief gekühlte Limousine, mit der eine Sightseeling-Tour unternommen wurde. Potsdamer Platz, Regierungsviertel, Friedrichstraße. Um die Siegessäule musste der Wagen gleich drei Runden drehen. Aussteigen wollten Charlotte und Charlie nicht:“Viel zu heiß das draußen“. Mick Jagger und Kollege Ron Wood blieben im Hotel Adlon und tranken Tee, das Kännchen für 11.50 Euro.“Ganz herausragende Qualität für ganz besondere Gäste“, steht auf einem Kärtchen des Tee-Angebots.
Mick Jagger, ganz jung, beim Schlemmen in Schwabing.
Foto: Bubi Heilemann