HERREN-ESSEN: WIESN-DE-LUXE IM INNENHOF

Gastgeber und prominenter Stammgast: Dr. Wolfgang Pförringer (r.) und  Bayerns Innenminister  Joachim Herrmann
Gastgeber und prominenter Stammgast: Dr. Wolfgang Pförringer (r.) und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann
Wiesn in der City: Gastgeber Fred Langhammer (l.) und Dr. Wolfgang Pförringer (mitte) beim Begrüßen des Innenministers Joachim  Herrmann
Wiesn in der City: Gastgeber Fred Langhammer (l.) und Dr. Wolfgang Pförringer (mitte) beim Begrüßen des Innenministers Joachim Herrmann
"Rechts der Isar"-Alpha-Arzt: Dr. Dominik Pförringer
"Rechts der Isar"-Alpha-Arzt: Dr. Dominik Pförringer

München - Angesichts der  toll wirbelnden  Gaststätten-Wiesn in allen Stadtteilen Münchens  hätte man das Oktoberfest 2021 ruhig laufen lassen können. Mehr Kopf an Kopf in den Lokalen und auf deren Terrassen wäre auch auf der Theresien-Wiese nicht möglich gewesen. Ein Oktoberfest-de-Luxe haben aber rund 75 auserwählte Herren im "Augustiner Stammhaus" erleben dürfen, im prunkvollen Innenhof des Bier-Palais  in der Neuhauser Strasse.

Bandscheiben-Rastelli Dr. Wolfgang Pförringer, der schon seit Jahren immer am ersten Wiesn-Freitag ein VIP-Herren-Essen veranstaltet hat, will den immer rot angestrichenen Termin im Kalender bedeutender Gentlemen nicht ausfallen lassen. Da das "Augustiner"-Zelt nicht zur Verfügung steht,  wo sonst der Lunch stattgefunden hätte,  wich der weißhaarige Mediziner mit großer CSU-Nähe  in die City aus. Wie immer ist der bayerische  Innenminister  Joachim Herrmann präsent, der seinen 65. Geburtstag feiert. Das verrät der Gastgeber, der zusammen mit dem ehemaligen "Estee Lauder"-Tycoon Fred Langhammer eingeladen hat, lauthals.  Karl Dersch, Mercedes-Lobbyist und ehemaliger Franz Josef Strauß-Intimfreund, sitzt am Tisch Bayerns obersten Polizisten gegenüber,  der ein Landesvater wie Alfons Goppel sein könnte. Ganz überrascht über die "Jugend" des Ministers lästert der 86jährige Ex-Automanager Dersch:" Du fällst ja noch unter das Jugendschutzprogramm. Kinderarbeit ist nach 17 Uhr nicht mehr erlaubt und am Wochenende a net". 

Die beiden Herren plaudern über Bayerns Ministerpräsidenten, darunter Edmund Stoiber, der ein paar Tage später seinen 80sten feiert. Herrmann, ganz zufrieden, hat die zurückliegende Automesse "IAA", erstmals seit 1972 ein großes internationales Ereignis für München,  mit seiner Sicherheits-Regie mustergültig im Griff gehabt. Man staunte allerdings über die merkwürdige Großzügigkeit des grünen Münchner Stadtrats mit roter Minderheit, daß man die angereisten Demonstranten auf der Wiesn und im Messegelände mit großen Übernachtungscamps mit Küche und Toiletten verwöhnten.  Störenfriede, die riesige Polizei-Einsätze auslösten, mit ambulanter  "Gastlichkeit" zu unterstützen , ist pervers, weltweit einmalig. Die neue Abartigkeit, Feinde auch noch zu füttern , ist Diskusionsstoff bei den älteren Alpha-Herren.. Auch die CSU-Prozente, die dahinschmelzen würden wie Schnee. "Bei Strauß und Stoiber haben sie noch 60 eingefahren", wirft Dersch ein

Zügig werden Weißwürst, Fleischpflanzerl und Bratwürste mit Kartoffelsalat aufgetragen und das "Augustiner"-Bier fließt in Strömen. Überraschend: Es gibt keine Maß, der Wiesn-Gerstensaft kommt als schaumige Halbe im Glas. Das Mittagessen dauert bis 17 Uhr. Das größte Sitzfleisch haben die "Youngsters",die etwas abseits unter dem Gewölbe platziert sind, angeführt von "Rechts-der-Isar"-Medicus Dr.  Dominik Pförringer, Sohn des Gastgebers. 

Die junge Truppe, die den Gesamtaltersdurchschnitt der MittagsParty locker auf 70 herunterdrücken, sind Nachfahren von Pförringers langjährigen Freunden, darunter FDP-Politiker Wolfgang Heubisch,  Ex-BR-Chefredakteur Sigmund Gottlieb, Stoiber-Architekt Tom Ferster, Juwelier Peter Mühlbacher, Sportrechtehändler Dr. Martin Steinmeyer (feierte anderntags Geburtstag mit seiner Tochter in Paris), CSU-Politiker Thomas Zimmermann mit Schwiegersohn (fuhren anschließend mit Family-Clan nach Wien).

Fazit: Das Herren-Essen verläuft so gemütlich, dass sich die Gastgeber überlegen, dieses Meeting bei der kommenden Wiesn außerhalb des Oktoberfestes immer im "Augustiner Stammhaus" stattfinden zu lassen.