FOTO-MALER ROGER FRITZ: ZUM GEBURTSTAG EINEN BALL

Geburtstagsfest in einem glanzvollen Ballsaal: Gastgeber Roger Fritz, in einer typischen Haltung und rechts Palmen-Prinz Heinrich Bunzel ("Botanikum").
                        Fotos:Theo
Geburtstagsfest in einem glanzvollen Ballsaal: Gastgeber Roger Fritz, in einer typischen Haltung und rechts Palmen-Prinz Heinrich Bunzel ("Botanikum").
Fotos:Theo
Blendend gut aufgelegt: Rolf Sachs, rechts: Serien-Star Friedrich von Thun
Blendend gut aufgelegt: Rolf Sachs, rechts: Serien-Star Friedrich von Thun
Auf der nächtlichen Pirsch: Konzert-Impressario Mario Mendrzycki (Tournee Carlos Santana), Kolumnist Michael Graeter, in Prüfung bei Model Valentina Henkel und Maler und Dj Theo (r.)
Auf der nächtlichen Pirsch: Konzert-Impressario Mario Mendrzycki (Tournee Carlos Santana), Kolumnist Michael Graeter, in Prüfung bei Model Valentina Henkel und Maler und Dj Theo (r.)
Einige wollte sie näher kennenlernen: Bella Valentina Henkel und Theo, von der Schönheit so geblendet, dass er eine Sonnenbrille aufsetzen musste.
Einige wollte sie näher kennenlernen: Bella Valentina Henkel und Theo, von der Schönheit so geblendet, dass er eine Sonnenbrille aufsetzen musste.
Zu Zweit tanzen ist wieder "in": Kommunikations-Professorin Felicias aus der Schweiz beim stürmischen Bewegungsablauf auf der Piste.
Zu Zweit tanzen ist wieder "in": Kommunikations-Professorin Felicias aus der Schweiz beim stürmischen Bewegungsablauf auf der Piste.
Kunstgärtner und Chef des "Botanikum": Heinrich Bunzel mit Frau Bettina und einem Freund (mitte).
Kunstgärtner und Chef des "Botanikum": Heinrich Bunzel mit Frau Bettina und einem Freund (mitte).
Künstler Rolf Sachs mit  Selfies-König Theo (r.)
Künstler Rolf Sachs mit Selfies-König Theo (r.)

MÜNCHEN - Mister Zeitlos Roger Fritz, der Maler mit dem Fotoapparat und eigenwillige Filmregisseur („Mädchen, Mädchen“), ist 28 Lenze alt geworden, wenn man die Zahlen ein bisserl verdreht. 59 würde man ihm abnehmen, aber sein wahres Alter glaubt man gar nicht. Sein Lausbubengesicht ist ihm, was viel verrät, all die Jahre geblieben wie auch seine braunen Haare. Er wohnt am Eingang der Münchner Champions League-Immobilien im Herzogpark in der Mauerkircherstrasse und fährt einen seltenen Rover, der meist draußen vor der Garageneinfahrt steht.

„Filmreif“ hat das gern Wodka-Orange trinkende Geburtstagskind auf die Einladung geschrieben und seine Party ist das. Eine Mischung aus Jetset, Lokal-Wichtig, Möchtegerns, neuem und alten Geld sowie den neuen Youngsters der Münchner Nachtszene ist aufgeschlagen. Unternehmungslustige Amazonen, gedopt, getunt oder angedröhnt, von gestern und heute, wirbeln durch die Event-Location. Bei den Damen, die das süße Leben schon länger kennen, fällt auf, dass die Rocksäume einen gewaltigen Tick kürzer sind, als die bei den aktuellen Grazien, bei denen ganz neu der Tanz zu zweit und geführt wieder angesagt ist. (Jahrzehntelang trennte sich in der Disco das Amusementverhalten von Boys und Girls - er hielt sich am Glas fest, sie ging zum Abtanzen).

Mit Ausnahme vom Menue-Selfservice (Roger:“Damit sich die Leute besser kennenlernen“) erinnert mich das Fest in der Ledererstraße im Ballsaal "Max Planck" mit seinen acht Meter hohen Stuck-Decken an Rogers etwas weiter zurück liegende römische Phase, wo er zu Zeiten von Lucino Visconti, Helmut Berger und Alain Delon vor und hinter dem Set viel familiären Pfeffer verstreute. Eine leicht verwegene Lässigkeit hat diese Nacht. Maler und Discoman Theo jubelt „einfach groovy“. „Den Rhythmus, alle 10 Jahre ein Fest, werden wir unterbrechen – eine reine Zeitfrage“, steht in der Einladung, die auch von Rogers Lebensgefährtin Margit Friedrich unterschrieben ist. Für die gemeinsame zurückgelegte Marathonstrecke mit Roger ohne Ring und Trauschein durch dick und dünn verdient seine Göttin eine Tapferkeitsmedaille.

Aufgeblüht wie nie in seinem Leben, das sehen alle auf der Party, ist Künstler Rolf Sachs, der früher stets ein bißchen den Schatten von Vater Gunter Sachs hinnehmen musste. Sein Gesicht strahlt wie ausgewechselt. Wie ein glücklicher Junge unterm Weihnachtsbaum. Die  Arznei heißt wohl Prinzessin Mafalda von Hessen, seine neue Liebe, mit der er eifrig tanzt und für die er nach Rom gezogen ist wo die beiden in einem antiken Palast leben. Mafalda trägt einen roten Hosenanzug, mit dem man spielend auch zum Fallschirmspringen gehen könnte.

Die Gäste sitzen an langen, weiß gedeckten Tischen. Hier genießen der österreichische Leuchten-Fabrikant JörgZumtobel und Tochter Isabel das Fest wie auch die beste Society-Fotografin Deutschlands, Antje Debus, die ihre einmaligen „High Society“-Schnappschüsse nicht verkaufen und auch nicht davon leben muss, weil diskret das nötige Kleingeld aus der Firma der Family fließt. Kettenlokal-Betreiber Dirk Ippen, mit Frau und Schwägerin gekommen, teilt die Tafel mit Energie-Unternehmer Christian Auer (15 Wasserwerke), und mit etwas Abstand Konzert-Impresario Mario Mendrzycki (Carlos Santana-Tournee), TV-Serien-Herr Friedrich von Thun sowie Graf Felix Pereira und  Theater- und Serien-Star Monika Peitsch, die die ewige Jugend gepachtet haben muss (Ehemann Sven Hansen-Höchstedt, erst seit einem Jahr mit ihr verheiratet, aber schon 40 Jahre liiert, kann stolz sein) und Palmen-Prinz Heinrich Bunzel („Botanikum“) mit Frau Bettina nebst Freundin mit Familienanschluss, Bettina Lahmarsch. Weiter gesichtet: das ewige Schwabing-Girlie Vanessa Marks, Wörterbuch-Witwe Kadisha  Brockhaus, Strumpf-Industrieller Paul Falke, Star-Filmcuter Alexander Berner, Werner Negges ("Aigner"), und Mick Conradi "(Buffalo Shoes")

Küssend stolziert das langbeinige, bauchfreie Model Valentina Henkel durch die Party-Szene und bringt sogar Prinz Franz von Auersperg zum Staunen. Die beste Figur auf der Tanzpiste macht Felicitas, eine bildhübsche Kommunikations-Professorin aus der Schweiz, in einem schwarzen Cocktailkleid mit quadratischen Winzig-Gucklöchern und rückwärtigem, atembetörendlangen Reißverschluß vom Halsausschnitt bis zum Saum, der gefährlich, aber auch vorteilhaft sein kann.

Ein Methusalem, den man von „Fakten, Fakten, Fakten“ kennt, will bei der R.F.-Party für die FDP werben. Das hohe Alter des gelben Wahlkämpfers stört mich weniger, viel mehr die Argumente, die unser schönes Bayern nicht steigern können.

Nicht gesichtet und vermisst: Trixie, Wangenheim, Liegl, Aki Walter und Helmut Berger. "Der wollte unbedingt kommen", sagt Roger.